Der Perfektionismus: Selbstkritik/Selbstvernichtnug

EUR 1,50

Ust. frei lt. § 6 Abs. 1 (KU-Regelung)

Autorin: Helga Kernstock-Redl

geschrieben für: Jugendliche, Erwachsene

Ziel und psychologischer Background: Diese Geschichte soll Jugendlichen oder Erwachsenen deutlich machen, dass Perfektionismus zumeist nichts mit „Freude an der Vollkommenheit“ zu tun hat. Hinter dem Zwang, mit gnadenloser Härte gegen sich (und gegen andere) nicht zu ruhen, bis das Ergebnis perfekt ist, können sich ganz andere Ursachen und Ziele verstecken:

·         Todesangst, Fehler zu machen

·         Verzweifeltes Bemühen, Schuldgefühle zu vermeiden

·         Unerbittliche Standards, unerreichbare Ziele - woher auch immer die entsprechenden Selbstüberzeugungen stammen (s. Working-Paper: Selbstwert und Selbstbewusstsein)

·         Konzentration auf etwas Unwichtiges, um über das Wichtige nicht nachdenken zu müssen

·         Und vieles mehr…

Die Geschichte (zu finden auch im Buch „Heilsame und lösungsorientierte Kindergeschichten“ der Autorin) basiert auf dem systemischen Externalisieren und dem Modell von F. Schulz von Thun: Wir können uns selbst und andere Menschen besser verstehen und führen, wenn wir die Innenwelt als „Inneres Team“ verstehen. Jedes Teammitglied hat eine eigene Geschichte und eigene Bedürfnisse. Widersprüche, Ambivalenzen und innere Diskussionen sind der Normalzustand in gesunden Persönlichkeiten. Gute Kompromisse zu finden, Wichtiges von weniger Wichtigem trennen zu können, und dabei innerlich Frau/Herr im eigenen Haus zu bleiben… wer das kann, kommt in der Regel halbwegs gut durchs Leben.

Wenn Sie die Geschichte lustig finden, dann kaufen Sie sich bitte ein entsprechendes Monster. Das darf mahnend auf Ihrem Schreibtisch sitzen. Witzig ist es, sich diesen inneren Anteil als Kritiker mit einer Augenklappe vorzustellen. Diese deckt das Auge, das Gutes und Richtiges sehen könne, vollständig ab, denn positive Kritik ist undenkbar. Nur das kritische Auge blickt auf Sie und entdeckt jeden schwarzen Punkt.

Fair ist es, sich immer mit beiden Augen zu sehen:

?      Was könnte die andere Person Schlechtes über mich denken? UND Was könnte sie Gutes über mich denken?

?      Was daran habe ich falsch gemacht? UND Was daran habe ich gut gemacht?

?      Was ist mir misslungen? UND Was ist mir gelungen?

Vielleicht ist es notwendig, Ihren Lieblingsselbstwertvernichtungssatz auf eine Karte zu schreiben und sein Gegenteil auf die Rückseite dieser Karte. Bitte wenigstens so fair sein und beides über sich denken.

Die Geschichtenidee ist auch für Kinder nachvollziehbar, doch dazu muss die Geschichte vereinfacht und gekürzt werden. Am besten, Sie nennen das Ding dann nicht Perfektionismus, sondern „Fehlersucher“ und kaufen ein kleines Monster dafür.