Die Kampfprinzessin: Nicht verlieren können

EUR 1,50

Ust. frei lt. § 6 Abs. 1 (KU-Regelung)

Autorin: Helga Kernstock-Redl

geschrieben für: Kinder, Jugendliche

Ziel und psychologischer Background: Diese lange Geschichte erklärt, wie Aggression und Dauerkampfstimmung entstehen und welche Folgen sie haben können. Ein Zufall leitet die Lösung ein. Nun kann das Kind wieder in echten Kontakt mit seiner Umwelt treten und von ihr profitieren.

Das problematische Verhalten wird als logische Folge von guten Eigenschaften und von Bestärkung und Aufmerksamkeit gesehen. Es ist nicht schlecht, was das Kind tut, es ist nur zu viel des Guten. Der „Kampfzwang“ kann als Symbol für andere, suchtartige Gewohnheiten dienen: TV, Computerspiele, Lesen, Sport.

Selbstüberzeugungen (SÜ) sind Gedanken über sich selbst, die belastend sind (neg. SÜ) oder die den Selbstwert stärken (pos. SÜ):

Ø  Neg. SÜ: Ich verdiene nichts Gutes. Ich bin ein böses Kind.

Ø  Pos. SÜ: Ich bin liebenswert und richtig gut.                                

Tipps zur Optimierung der Geschichte:

Personalisieren: Man kann jede Geschichte unterschiedlich stark personalisieren: Je mehr Ähnlichkeit zur realen Situation, umso berührender kann sie sein. Je unterschiedlicher, umso besser gelingt die oft sehr wichtige Distanzierung. In der nachfolgenden Geschichte wurde das problematische Verhalten relativ detailgentreu beschrieben (dieses Kind konnte gar nicht mehr in normalen Kontakt treten, hat aus jeder Tätigkeit einen Wettkampf gemacht. Gegen jedes Verlieren musste es so ankämpfen, als ginge es um Leben oder Sterben.) Auch die  genauen Familienverhältnisse des zuhörenden Kindes wurden übernommen.

Solche Details können Sie großzügig umändern. Zumindest sollten Sie für einen jungen Burschen die Geschichte für einen „Kampfprinzen“ ändern oder die Tätigkeiten an seine tatsächlichen Vorlieben anpassen. Diese Kleinigkeiten umzuschreiben kann Identifikation fördern.

Doch auch beim Schreiben solchen Geschichten soll ein „Zuviel des Guten“ unbedingt vermieden werden. Immer also genug Unterschiede einbauen! Dem zuhörenden Kind soll die Wahl gelassen werde, ob es aus der Geschichte passende Elemente heraushört.

Oder Sie sagen in diesem Fall ganz direkt und offen: „Ich habe eine Geschichte geschrieben, weil ich will, dass du nicht mehr so viel Zeit beim xy verbringst. Vielleicht hilft sie dir und mir.“ Mit ganz offenen, klaren Ansagen vermeiden Sie, dass sich ein Kind insgeheim manipuliert fühlt.

Mitgestalten: Textstellen in Klammer sind an den/die ZuhörerIn gerichtet. Vielleicht mag er oder sie mitdenken und mitreden? Fragen Sie nach den möglichen Gedanken der Hauptfigur (Welt- und Selbstüberzeugungen) und bieten Sie noch weitere Möglichkeiten der Mitgestaltung.

Freie Wahl: Jede Geschichte soll nur ein Vorschlag sein und nicht Ihre Sicht der Welt „einreden“. Damit das sicher so ankommt, können Sie verschiedene Varianten dieser Geschichte erzählen. Auch die Lösungen oder Selbstüberzeugungen können bzw. sollen variieren.

Weitere Infos im Gratis-Downloadbereich des Online-Shops und im Buch: „Heilsame und lösungsorientierte Geschichten suchen, sammeln, selber schreiben.“ von H. Kernstock-Redl.