Geschichten aus dem Steineland: Gewalt

EUR 1,50

Ust. frei lt. § 6 Abs. 1 (KU-Regelung)

Autorin: Helga Kernstock-Redl

geschrieben für: Kleinkinder, Kinder

Ziel und psychologischer Background: Diese Geschichte soll jungen Kindern helfen, den gewalttätigen Angriff durch einen anderen Menschen zu verarbeiten. Symptome (Angst, Vermeidung) werden kurz als logische Folge erklärt. Lösungen und Lernerfahrungen sind im Text verpackt oder können gemeinsam mit dem Kind erarbeitet werden. Sobald eine solche Geschichte berührt, ohne zu überfordern, entfaltet sich ihre psychologische Wirksamkeit: Das Vorlesen oder Lesen kann beim guten Abschließen von belastenden Erlebnissen enorm hilfreich sein. Mehr darüber im Buch: „Heilsame und lösungsorientierte Kindergeschichten“ von Helga Kernstock-Redl.

Selbstüberzeugungen (SÜ) sind Gedanken über sich selbst, die belastend sind (neg. SÜ) oder die stärken (pos. SÜ):

•        Neg. SÜ: Ich bin hilflos. Es ist aus mit mir. Die Welt ist gefährlich.

•        Pos. SÜ: Ich habe das Richtige gemacht. Ich lebe. Ich kann Gefahren erkennen lernen und kann etwas tun.

NICHT GEEIGNET als Gutenacht-Geschichte!

Tipps zur Optimierung der Geschichte:

Personalisieren: Bei belastenden Themen ist dieser Punkt besonders wichtig: Sie können jede Geschichte mehr oder weniger stark an die Realität anpassen und damit die Wirkung verändern. Je ähnlicher die beschriebene Situation – Ereignis, Umfeld, persönliche Eigenheiten – umso berührender und mitreißender kann eine Geschichte wirken. Zuviel davon wäre nicht gut: Je mehr Unterschiede zu der echten Welt des Kindes, umso besser gelingt die oft wichtige Distanzierung. In der folgenden Geschichte wurden viele distanzierende Elemente eingebaut (Hauptfigur Steinchen), um die Belastung gering zu halten.

Damit die Geschichte berührt, ohne zu überfordern, können bzw. sollen Sie den Text anpassen: Vielleicht zunächst noch mehr Details einbauen, die nicht übereinstimmen (Distanzierungselemente) und erst später eine Version erzählen, die mehr Identifikation anbietet. Dabei ist es wichtig, die Reaktion zu beobachten: Sobald Sie sehen, dass die Geschichte emotional allzu „packend“ wird, dann kürzen Sie den belastenden Teil ab („Das war schlimm. Leider kann das passieren“) und schildern Sie ausführlich das gute Ende.

Ihr/e ZuhörerIn wird innerlich Abstand halten, wenn Sie zum Beispiel statt den kleinen und großen Steinen einen „grauen Stein“ einbauen, der von einem „grünen Stein“ überrollt wird. Zuviel Distanz allerdings würde die Geschichte bedeutungslos machen. Mehr Berührungspunkte entstehen, sobald das Geschehene mit zusätzlichen, realistischen Details (Geräusche, Geruch, Körperempfindungen…) angereichert, als Hauptfigur ein sympathisches Tierkind gewählt oder Ihre Sprechweise „dramatisch“ wird.

Mitgestalten: Lassen Sie das Kind selbst einen Namen finden für die Hauptfigur der Geschichte, fragen Sie es nach den Gedanken (Selbstüberzeugungen) und bieten Sie weitere Möglichkeiten der Mitgestaltung. In der Geschichte wird eine solche Einladung durch Punkte… verdeutlicht, weitere Anregungen finden sich in Klammer.

Freie Wahl: Jede Geschichte soll nur ein Vorschlag sein und nicht Ihre Sicht der Welt „einreden“. Damit das sicher auch so ankommt, können Sie verschiedene Varianten dieser Geschichte erzählen und viel „Mitreden“ möglich machen.

Weitere Infos im Bereich „Kostenfrei Download“ des Shops und im Buch: „Heilsame und lösungsorientierte Kindergeschichten“ von Helga Kernstock-Redl.